Der neue „Vintage-Mix-Look“ – Purismus war gestern, heute ist alles ein wenig „unperfekt“

Foto: Rike/pixelio.de

Ein durch und durch gestyltes und auf den Punkt abgestimmtes Wohndesign steht sicherlich für Geschmack und Stil. Doch die Gemütlichkeit bleibt im sogenannten „Pure-Design“ oftmals leider auf der Strecke. „Weg von der kühlen Linie, indem man einen Bruch wagt“ haben sich wohl so manche Designer gedacht, und kreierten den neuen „Vintage-Mix-Look“, der jedem Purismus mit einer ordentlichen Portion Gemütlichkeit zu Leibe rückt.

Antike trifft auf Moderne

Im Vordergrund des harmonischen Wohntrends, steht das „Unperfekte“ in Form von ausgesuchten Möbeln und Accessoires, die gewollt „benutzt“ aussehen. Hier wird jedoch nicht von Löchern oder Rissen gesprochen, sondern von leichten Unterschieden oder Schattierungen in etwa des Farbtons, oder einer nicht steifen, sondern aufgelockerten Sitzfläche. Möbel dürfen zudem stets roh oder unbehandelt sein, oder einfach so aussehen. So beispielsweise bei Holzmöbeln, Tischen oder Stühlen aus unbehandeltem, sprich unlackiertem Holz. Bei Accessoires darf das „Unperfekte“ noch eine Nuance weiter gehen. Hier dürfen zum Beispiel Bilder- oder Spiegelrahmen bereits leichte Risse in der Farbe aufweisen sowie abgeblätterte Stellen freigeben. All diese raffinierten Details tragen zum Vintage-Mix-Look bei. Perfekt, oder „unperfekt“ wird der grandiose Look erst mit dem Kombinieren weiterer Möbel. Etwa neuer Designerstücke, und dann wiederum alter Antikwohngegenstände.

Selbstgemachtes umschmeichelt hochwertiges Design

Ein uralter Apothekerschrank etwa wird zum Vintagestar, wenn man etwa darauf eine hochmoderne Chromschale stellt, gefüllt mit getrockneten Rosenblüten. Oder auch seine technisch hochwertige Surround-Sound-Anlage darauf platziert. Eine gemütliche, leicht abgenutzte Chesterfield-Sitzgarnitur versprüht noch mehr Charme, wenn vor ihr ein moderner kunstvoll oval geschwungener Edelstahltisch mit dunklen Kolonialholzelementen steht. Gesteigert wird dieser Look noch mit vielen kleinen Cocktailkissen auf der Couchfläche, deren Kissenhüllen in weißem oder farbigem Häkellook erstrahlen. Toll, wenn selbstgemacht, jedoch keineswegs verwerflich, wenn selbstgekauft. Fantastisch wirkt das Interieur auch, wenn zahlreiche selbstgemalte Bilder, vielleicht von den Sprösslingen, eine Wandseite schmücken. Dann jedoch, wenn diese auf möglichst unterschiedliche Blattgrößen gemalt, und anschließend gerahmt aufgehängt wurden. Wichtig auch hierbei, kein Rahmen sollte identisch mit einem anderen sein. Denn wie schon eingangs erwähnt, macht gerade das „Unperfekte“ den wunderschönen und gemütlichen „Vintage-Mix-Look“ aus.

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