Einrichtungsstil

Das 1 x 1 des Kolonialstils

Herkunft – Wie dem Namen bereits zu entnehmen ist, stammt diese Stilrichtung aus den ehemaligen europäischen Kolonien und spiegelt deren historischen Baustil wider. So findet sich hier eine sehr exotische Mischung aus pazifischen, indischen, afrikanischen und südamerikanischen Aspekten, die mit europäischen Elementen kombiniert werden. Einfluss nahmen besonders die ersten Entdecker Marco Polo, Christoph Kolumbus, Alexander von Humboldt und deren Nachfolger, die viele fremde Kultureigenschaften nach Europa mitbrachten. So ist in dieser Stilrichtung eine breite Spanne ganz unterschiedlicher Dinge zu finden. Ein paar typische Eigenschaften sollen hier genannt werden, damit sie eine Inspiration für den eigenen Stil bieten und als Orientierung zur Neugestaltung Ihres Zuhauses dienen können.

Material – Möbel sind typischerweise aus den Holzsorten Mahagoni, Teak, Mango, Akazie, Palisander oder Shesham und sind sehr dunkel gebeizt. Ergänzend werden gerne Kokosfasern, Sisal, Baumwolle und Bambus aus Asien, Indien, Lateinamerika oder Indonesien verwendet. Das dunkle Holz wirkt sehr exotisch in Kombination mit Blüten und hellem Naturmaterial wie Leder, Leinen oder Rattan. Da so viele verschiedene Kulturen in den Kolonialstil einfließen ist dieser sehr individuell.

Farben und Muster – Durch die vielen prägenden Einflüsse finden sich im Kolonialstil Toile-de-Jouy-Muster neben asiatischen Blumenmotiven und afrikanische Grafiken neben Paisleymustern aus Großbritannien. Typisch sind außerdem Tierprints.

alte Koffer als Dekorationselement

alte Koffer als Dekorationselement, cc by FaceMePLS/ flickr.com

Beliebte Dekorationsartikel – Sehr passend sind Souvenirs aus der ganzen Welt. Stöbern Sie nach alten Vintage-Koffern aus Metall oder Leder, historischen Globen oder großen Landkarten. Die dunklen Möbel wirken schnell sehr schwer und massiv. Um diese Wirkung etwas zu mildern, werden sie mit Blüten wie Orchideen und Jasmin kombiniert. Auch helles Leder, Leinen oder Rattan und Schalen aus Materialien wie Bambus, Bananenblättern sowie Holz sorgen für eine leichtere Optik. Das frische Grün von großen Zimmerpalmen oder Stoffe mit Tierprints ergänzen die Einrichtung. Wichtig ist es, in diesem Stilmix ein verbindendes Element konsequent zu verfolgen, zum Beispiel eine bestimmte Farbe oder ein Muster, damit die gesamte Einrichtung stimmig wirkt. Besonders schöne Stücke können Akzente setzen, während sich die restliche Einrichtung eher dezent im Hintergrund hält.

Holzschale mit Muster

Holzschale mit Muster, cc by dtron/ flickr.com

Diese Impulse können Ihnen helfen, sich das exotische Flair der großen Eroberer in Ihr eigenes Heim zu holen. Es wird sicherlich sehr spannend sein, in den alten Geschichten zu stöbern.

Einrichtungsstil

Das 1 x 1 des asiatischen Einrichtungsstils

Herkunft – Da Asien der größte Kontinent der Erde ist, findet sich hier auch ein breites Spektrum an Unterschieden und vielzählige Elemente. Dies zeigt sich in den vielzähligen Nuancen des asiatischen Einrichtungsstils. Als besonders prägend für diesen Stil gelten Nepal, Indien, China, Japan und die Länder Südostasiens.

Farben – Die Farben weisen ein weites Spektrum auf. Zarte Pastelltöne werden in Japan bevorzugt, zusätzlich weiß, schwarz und rot. Auf dem Festland finden sich vorwiegend gedeckte Farben bis hin zu der leuchtenden Farbenpracht aus Indien. In China dominiert gelb als ausgeglichene und neutrale Farbe, während im Zen-Stil weiß und anthrazit vorherrscht.

Muster – Asiatische Schriftzeichen sind ein wesentliches Element des Einrichtungsstils. Sie dienen als Botschaft aber auch als Muster und zeugen von der Kunst der Kalligrafie der Asiaten. Symbole spielen eine bedeutende Rolle, ebenso wie Statuen und Bilder der verschiedenen Gottheiten. Porzellan, Lampions und Kissen werden auch von Drachenfiguren geziert.

chinesische Schriftzeichen

chinesische Schriftzeichen, © by Angelina Ströbel/ pixelio.de

Materialien – Das bevorzugte Material des Stils stammt aus der Natur und steht somit für Natürlichkeit sowie Schlichtheit. Chinesische Ulmen-, Mango- oder Sandelhölzer sind sehr beliebt und leicht zu verarbeiten. Oft finden sich auch Bambus oder Shoji-Papier, das zur Bespannung dient. Häufig werden die Materialien Seide und Porzellan verwendet, da sie in Asien ihren Ursprung und eine lange Tradition haben.

Buddhastatue

Buddhastatue, © by Barbara Lechner/ pixelio.de

Beliebte Dekorationsartikel – Duftende Orchidee-, Kirsch- oder Lotusblüten werden kombiniert mit Steinen oder Grünpflanzen und zaubern so natürliches Flair. Buddha-Statuen und Büsten verschiedener Gottheiten werden gerne als Dekorationsartikel verwendet, ebenso Kissen aus besonders edler chinesischer Seide. Bodenmatten und Tischsets aus Reisstroh oder Bambus laden zum Verweilen ein. Typisch sind die sehr niedrigen Beistelltische, gerne auch in Lackoptik. Papierlampions verbreiten eine gemütliche Atmosphäre und mit Papier bespannte Trennwände schützen vor neugierigen Blicken. Kunstvolle Schriftzeichen dienen als Verzierungen und Masken von verschiedenen Figuren als Dekoration. Räucherstäbchen können gemeinsam mit den Blüten einen angenehmen Geruch verbreiten.

Der asiatische Stil ist gradlinig und eher schlicht. Natürlichkeit ist ein wichtiger Aspekt und Accessoires sowie die traditionellen Farben bestimmen die Gemütlichkeit. Schon mit wenigen Veränderungen lässt sich ein asiatisches Flair zaubern. Lassen Sie sich für Ihren eigenen Stil inspirieren.

Einrichtungsstil

Das 1 x 1 des skandinavischen Stils

Bei den zahlreichen Einrichtungsstilen den Überblick zu behalten, fällt oft schwer. Aber je mehr Kenntnis Sie über die Besonderheiten jeder Stilrichtung besitzen, desto einfacher wird es Ihnen fallen, eine individuelle Gradlinigkeit in die eigenen vier Wände zu bringen.

Herkunft – Der skandinavische Einrichtungsstil ist als Design für jedermann konzipiert und wird aus diesem Grund immer beliebter. Einfachheit und Gradlinigkeit stehen im Vordergrund. Schlichte Formen sowie praktisches Design bestimmen die eher funktionellen Einrichtungsgegenstände und orientieren sich an den Prinzipien des Bauhaus-Stil oder der Chicagoer Schule.

Farben und Muster – Schnörkel oder Auffälliges ist eher selten zu finden. Da der skandinavische Winter als lang und kalt bekannt ist, finden sich neben Pastelltönen auch viele warme, kräftige und strahlende Farben wieder. Textilien oder Porzellan sind bunt gemustert, meist mit klaren, grafischen Mustern. Motive sind von der Natur inspiriert, wie z. B. Bäume oder Tiere und organische Formen, wie beispielsweise Seen, sind häufig zu finden.

Material – Wälder gibt es in Skandinavien in Fülle. Daher ist Holz auch das beliebteste Material. Heimische Holzarten wie Birke, Kiefer und Fichte besitzen eine warme Wirkung und Natürlichkeit. Auf Naturprodukte sowie nachwachsende Rohstoffe und Handarbeit wird sehr viel Wert gelegt. Traditionell werden in Skandinavien Porzellan- und Glasobjekte gefertigt. Textilien sind überwiegend aus Leder, Baumwolle oder Leinen.

Bananenfaser als beliebtes Material

Bananenfaser als beliebtes Material, © by cala/ pixelio.de

Beliebte Einrichtungsstücke – Da die Natürlichkeit und die praktischen Aspekte der Einrichtungsgegenstände so wichtig sind, werden viele Dinge entworfen, die auch wirklich gebraucht werden. Stühle sollen bequem sein und ein dynamisches Sitzen ermöglichen. Der typische Minimalismus und die Schlichtheit des Stils machen überladene Dekoration überflüssig. Seegras und Bananenfasern als nachwachsende Rohstoffe ergeben natürlich wirkende Körbe und Schalen. Vasen aus Glas oder Porzellan, die an organische Formen erinnern, ergänzen die Dekoration.

Natürlichkeit, warme Farben, klare Formen und Kombination mit hellem Holz machen den Skandinavischen Stil sehr beliebt. Außerdem wird viel Wert auf günstige Produkte gelegt, sodass sie möglichst vielen Menschen zugänglich sind. Eben ein Design für jedermann.

Einrichtungsstil

Das 1 x 1 des Landhausstils

Aus den vielen Einrichtungsstilen eine Auswahl zu treffen, fällt oft schwer. Darum soll hier in Kürze der Landhausstil vorgestellt werden, um ein wenig Inspiration für den eigenen Stil zu liefern.

Das Landleben wird oft mit vielen positiven Aspekten, wie beispielsweise Entschleunigung und Entspannung, in Verbindung gebracht. Vielleicht ist der Landhausstil aus diesem Grunde so beliebt.

Material – Natürlichkeit ist das wesentliche Element des Landhausstils. Darum sind verschiedene Holzsorten, Ton, Stein, Keramik und Rattan die am häufigsten verwendeten Materialien. Auch unkomplizierte und eher robuste Textilien wie Leinen, Baumwolle oder Leder ergänzen den Look. Gedrechselte Möbel, antike Stücke, Hussensofas und Ohrensessel erzeugen die gewünschte Nostalgie. Dazu können alle Blumensorten kombiniert werden, die der eigene Garten hergibt. Zum Beispiel Freesien, blaue Kornblumen oder Getreidekränze und Rosen in schlichten Vasen. Einen frischen Gartenblumenstrauß in einer alten Zinkgießkanne arrangieren und schon ist schnell eine schlichte Dekoration gezaubert.

Farben und Muster– Typischerweise werden Pastell- und Naturtöne  in Kombination mit frischen Karos und Punkten verwendet. Auch florale Muster sind beliebt. Um das Wollweiß zu ergänzen, wird außerdem häufig Stoff mit Streifen in dunkelblau oder einem kräftigen Rot gewählt.

Florale Muster und Streifen

Florale Muster und Streifen, © by JMG/ pixelio.de

Beliebte Dekorationsgegenstände – Generell sind alle Gegenstände passend, die ein nostalgisches Flair erzeugen und dennoch irgendwie leicht wirken. So findet sich im Landhausstil in Pastelltönen glasiertes Porzellan, gerne auch mit Blumenmustern oder anderen floralen Verzierungen. Frische Zweige, Gräser und duftende Blumen unterstreichen die Natürlichkeit. Häufig kann man auch auf Küchen- oder Gartengeräte aus dem Materialien Zink und Kupfer stoßen. Eine Ergänzung des Looks sind Körbe oder Dekorationsartikel aus Rattan.

Der klassische Landhausstil kann sehr schwer wirken, darum wird er, wie hier in dieser Kurzbeschreibung, meist eher modern interpretiert. So weist er viele Verbindungen zu den Stilrichtungen des Vintage-Stils und des Shabby Chics auf. Die Übergänge sind fließend und eine Kombination durchaus erwünscht.

Philosophie

Wohntrends für jede Lebenslage

Moderne Wohntrends orientieren sich oft an Vorlieben

Wohntrends bedeuten heutzutage, einem momentanen Lebensgefühl Ausdruck zu verleihen. Kaum jemand möchte noch „hausen“, weil ihm „sein“ persönliches Reich unwichtig und nebensächlich erscheint. Die eigenen vier Wände dienen längst nicht mehr als simple Schlaf- und Essensstätte. Wo man wohnt, da lebt man auch ist nun die Devise. Und um einen Einblick „seines“ Lebens besonders gut vermitteln zu können, ist die Gestaltung des äußeren Lebensraumes zu einem echten Hobby geworden.

Der Gewinner ist der Kunde

Der Mensch verändert sich, und mit ihm auch Vorlieben. Wer sich wohlfühlen möchte, stimmt sein „Äußeres“ häufig mit dem „Inneren“ ab. Das moderne Wohnangebot, Hersteller und Möbeldesigner bieten dabei eine große Auswahl fantastischer Einrichtungsgegenstände, die sich gegenseitig immer wieder an Kreativität, Modernität und Ästhetik zu übertrumpfen versuchen. Zum Vorteil des Kunden, der dabei nur gewinnen kann. Trends der Wohnbranche spiegeln immer auch das derzeitige Lebensgefühl der Kunden wieder. Individualität bleibt dabei jedoch keineswegs auf der Strecke.

Wohntrends werden nicht von nur einem Einrichtungsstil dominiert, sondern zeigen sich in vielfältigen Stilen, die jedem Konsumenten und Einrichtungsliebhaber modernes Wohnen auf individuelle Art und Weise ermöglichen. So kann der Einrichtungsstil problemlos variieren und dem momentanen persönlichen Lebensstil jederzeit optimal angepasst werden.

Aktuelle Wohntrends sind oft Saison angepasst, und greifen gerne Elemente und Assoziationen der jeweiligen Jahreszeiten auf. So findet man im Frühling und Sommer besonders akzentuiert frische und leichte Farben, leichte Materalien und offene Formen. Herbst- und Wintertrends versprechen hingegen wärmende Gemütlichkeit und betonen dieses Wohlgefühl mit dunkleren Tönen der Farbskala, kuschligen Sitzoasen, schwererem Materialmix und fast schon urigen und massiven Möbelformen.

Wohntrends greifen aktuelle Themen auf

Trends werden, wie bereits erwähnt, oft den allgemeinen Interessen und Bedürfnissen der Kunden angepasst. Dabei spielen gesellschaftliche, soziale Aspekte eine entscheidende Rolle. So finden sich aktuelle politisch-soziale Themen, auch in dem Bereich der Möbeltrends wieder, weil sie eben auch den Bereich des sozialen Lebensgefühls aufgreifen. Das Problem der Finanzkrise etwa spiegelt sich so nicht nur in angepassten Preisen wieder, sondern greift auch die Thematik des sicheren Rückzugortes auf.

Konsumenten passen ihr Lebensumfeld insofern den sozialen Umständen an, dass sie sich eine Ruheoase schaffen möchten, einen Ruhe- und Rückzugsort, der gleichzeitig Gemütlichkeit und Sicherheit ausstrahlt und vermittelt. Qualität und Beschaffenheit spielen dabei eine große Rolle und finden sich derzeit in Materialien wie Holz und Metallen wieder. Derzeitige Wohntrends greifen dies immer wieder auf, sodass der Kunde die freie Wahl aus einem großen Bereich ansprechender, hochwertiger und moderner Möbel zum Wohlfühlen hat.