Posts Tagged: Möbel restaurieren


27
Okt 11

Das 1 x 1 des Shabby Chics

Unter den vielen Einrichtungsstilen zu wählen, fällt oft schwer. Darum soll hier in Kürze der Shabby Chic als Stilrichtung vorgestellt werden, um Inspiration zu liefern.

Herkunft – „Schäbiger Schick“ lautet die wörtliche Übersetzung des Shabby Chics. Urheberin ist die Designerin Rachel Ashwell, die durch die Kombination von Neuem, Alten und manchmal etwas Kuriosem einen neuen Stil erschuf. Moderne Einrichtungsgegenstände neben antiken Möbeln und Fundstücken von Flohmarkt ergeben eine einzigartige Mischung.

Farben – Pastelltöne dominieren die Einrichtung. Häufig werden Rosé, Flieder, Himmelblau, helles Türkis oder Gelb verwendet. In Kombination mit verschiedenen Beige-, Grau- oder Weißnuancen ergeben diese Töne die typische Farbwelt des Shabby Chics.

Muster – Zahlreiche Muster werden in diesem Einrichtungsstil kombiniert. Von Rosen, Ranken, Blumendekor, Toile de Jouy und Ornamenten bis hin zu Punkten, Karos und Streifen ist alles möglich, solange es ins farbliche Konzept passt.

Material – Der Shabby Chic soll Wohnlichkeit und Gemütlichkeit erzeugen. Darum werden meist natürliche Materialien verwendet. Alte Möbel mit Kratzern, abgeplatzter Farbe und Rost sind vorrangig zu finden. Diese Gebrauchsspuren werden zum Stilelement erklärt und darum durch verschiedene Arbeitstechniken auch bewusst erzeugt. Weiße oder cremefarbene Baumwoll- sowie Leinenstoffe werden mit Spitze, Gehäkeltem und Strick kombiniert. Auch weitere Handwerkskunst in Form von floralen Quilts, Glas oder Kristall ist von Bedeutung. Papiertapeten, zum Beispiel im Toile-de-Jouy-Muster oder mit besonders schöner Prägung, sind außerdem häufig zu finden. Blech, Zink und Draht ergänzen das Shabby-Chic-Material. Ebenso werden Blumensorten wie Fliederblüten, Rosen, Hortensien und Pfingstrosen in zarten Pastelltönen verwendet.

Ein Kronleuchter als klassisches Stilelement

Ein Kronleuchter als klassisches Stilelement, © by Templermeister/ pixelio.de

Beliebte Dekorationsgegenstände – Besonders häufig sind Fundsachen vom Flohmarkt anzutreffen, die über eine Geschichte verfügen, zum Beispiel Küchenutensilien aus Emaille. Nostalgische Lampenschirme und klassische Kronleuchter erzeugen ein stimmiges Ambiente. Laternen, Drahtkörbe und Blechschilder spiegeln die Beliebtheit von Blech, Zink und Draht wider. Auch Accessoires mit abgeplatztem Lack oder im Used-Look weisen die gewollten Gebrauchsspuren auf. Silberne Vasen und Teekannen oder Pailletten veredeln dagegen den Stil.

Die Schönheit des Unvollkommenen und die Liebe zum Detail sind wichtige Elemente, die diesen Stil ausmachen.


19
Jan 11

Möbel restaurieren

Haben Sie nicht auch alte, massive und dunkle Möbel in Ihrem Keller stehen, die Sie eigentlich nicht mehr sehen wollen?

Eine gute Nachricht: Alte Möbel kann man gut und günstig selber restaurieren. Dabei kommt es natürlich auf das Möbelstück und Ihren persönlichen Geschmack an. Nehmen wir als Beispiel einen alten Sekretär aus Eiche. Anders als heute wurde Eiche früher immer als sehr dunkles Holz verarbeitet. Heute findet man diese Art Möbel nur noch selten. Stattdessen sind Möbelstücke in Natuholz oder weiß lackiert gefragt. Der Sekretär, den wir als Exempel gewählt haben, ist aus dunkel verarbeiteter Eiche. Als ersten Schritt schleift man das Möbelstück ab. Bei Möbelstücken die naturfarben sind, reicht ein leichtes Anrauen der Fläche, sodass sich das Holz mit der Farbe verbindet, aus. 

Die Moderne Variante

Jetzt kommt Ihr persönlicher Geschmack ins Spiel. Mögen Sie den nun so aktuellen Shabby-Look oder mögen Sie es lieber hochmodern, klassisch und geradlinig? Für den Liebhaber der modernen Einrichtung ist Hochglanzlack zu empfehlen. Die Farbe ist dabei beliebig. Bauen Sie das Möbelstück so weit es möglich ist auseinander und streichen Sie die einzelnen Teile gleichmäßig an. Das benötigte Material bekommen Sie in jedem Baumarkt. Bei der Wahl des Lacks und des Pinsels können Sie sich von dem Fachpersonal beraten lassen, denn manche Holzart benötigt speziellen Lack und das entsprechende Werkzeug. Wenn es nötig ist, streichen Sie die Teile auch mehrmals und lassen Sie alles gut trocknen, bevor Sie das Möbelstück wieder zusammenbauen. Fertig ist Ihre neue Einrichtung.

Die Verspielte Variante

Sind Sie allerdings gegen Alles was glänzt und klassisch modern ist, gibt es für Sie eine andere Option. Auch Sie müssen zunächst das Möbelstück auseinander bauen und es dann streichen. Allerdings wird nun kein Hochglanzlack verwendet, sondern Holzlasur, ebenfalls in jedem Fachmarkt erhältlich. Nach dem Streichen und Zusammenbauen des Möbelstücks können Sie nun je nach Geschmack einige Kanten oder Flächen mit einfachem Schleifpapier anschleifen, sodass der Shabby-Look entsteht. Fertig ist Ihr eigens restauriertes Möbelstück.

Natürlich können Sie diese Art der Restauration nicht nur auf Möbel anwenden, sondern auch auf Türen, Türrahmen und alle Einrichtungsgegenstände aus dem Material Holz.